Wie gesagt arbeite ich in der kleinen aber feinen Schule St. Monica direkt bei mir um die Ecke. Es sind wirklich drei Minuten Fußweg die ich bis dahin brauche.
Vielleicht ist der Begriff „Schule“ auch nicht ganz zutreffend, denn es sind auch Kinder im Alter von vier Jahren vormittags dort. Also so eine Art Schule für Kinder mit Behinderungen, Vorschule und Hausaufgabenhilfe. Es ist wirklich schwierig das irgendwie richtig zu definieren. Jedenfalls „spezialisiert“ sich die Schule auf Taubstumme. Was so viel heißt, dass ich Gebärdensprache lerne. Das ist wirklich spannend und macht Spaß auch wenn ich noch lange brauchen werde, um mich auf Zeichensprache zu unterhalten. Aber ich bin zuversichtlich J bzw. zuerst will ich mein Spanisch in den Griff bekommen. Allerdings stimmt die Zeichensprache die ich hier lerne mit der Deutschen zu 20 Prozent überein. Also eher weniger, es gibt wohl auch eine Internationale Zeichensprache, aber so viele Verschiedene Sprachen es auf der Welt gibt, hat jedes Land auch seine individuelle Gebärdensprache. Jedenfalls besteht die Schule aus einem Gebäude mit drei Räumen. Einem großen mit vielen Schultischen, einem Pult, Spielen, Computern und einer großen Tafel. Der zweite kleinere Raum ist für die Jüngeren Kinder ausgelegt und hat, sag ich mal, „Kindergartenstil“. Kleine Tische, Stühle und naja Lego, Bauklötze und Spiele. Der dritte und letzte Raum dient schlichtweg als Büro.
Aber das Grundstück ist ziemlich groß und es gibt eine Grünfläche rundum die Schule mit Schaukeln und zwei Pavillons aus Stein. In einem dieser Pavillons ist auch eine Tafel eingebaut und es befinden sich ein Paar Schultische und Stühle. (Dieser Pavillon dient der ganz speziellen Förderung einzelner Kinder).